Von Katha Cze Februar 1, 2026
Voller Stolz: mein erster Blogeintrag
In diesem Blog nehme ich euch mit auf unsere Reise, bei der Entstehung und dem Wachsen des Kaffee‑Waldgartens auf der Finca Pozo El Pino.
Im Jahr 2022 – die Welt war gebeutelt von Corona – haben wir uns trotz oder gerade wegen aller Umstände auf die Reise nach Kolumbien begeben. Eigentlich wollten wir ganz Südamerika bereisen, aber wir haben uns dafür entschieden, etwas zu entschleunigen, um so mehr mit dem Land und den Leuten in Kontakt zu kommen.
Einer unserer Haltepunkte war der Zeltplatz Pozo El Pino. Obwohl wir so viele wunderbare Orte besucht hatten, hatte dieser Ort eine ganz besondere Magie (und hat sie noch immer 😉). Nach drei Tagen im Paradies sind wir weitergefahren, aber irgendwie hat es uns zu diesem magischen Ort zurückgezogen. Als wir wieder vor dem Tor standen, war die Wiedersehensfreude mit der Familie, die den Zeltplatz und die Kaffee‑Finca bewirtschaftet, sehr groß – hatten wir uns doch auch schon ein bisschen angefreundet.

Seit ich meinen Partner kenne, träumt er von einem Fleckchen in Kolumbien, und so kam es, dass die beiden Männer eines Abends beim Sonnenuntergang vor dem Haus saßen und im Gespräch versunken einander erzählten. Der eine möchte sich lieber nicht mehr so fest um den Campingplatz kümmern und sich stärker auf den Kaffee konzentrieren, und der andere träumt immer noch von einem Ort, den er in Kolumbien sein Zuhause nennen kann. Solche Dinge kann man nicht planen, es war, als sollte es so sein. Und so wurde es besiegelt: Wir durften den Zeltplatz und einen Teil der Kaffee‑Plantage übernehmen.
Unglaublich, noch immer kann ich es nicht ganz begreifen. Wo ich doch Kaffee liebe.
Unser Sohn hat aber das Wichtigste auf den Punkt gebracht: Wir haben nicht nur ein Grundstück gekauft, wir haben auch Freunde gefunden.
Schnell stand auch der Entschluss fest, dieses Naturparadies zu schützen, und wir begannen, uns Gedanken zu machen, wie der Kaffee‑Anbau möglich ist.
Darüber berichte ich dann ein anderes Mal.
Josef Holzer hat einmal erwähnt, wie wichtig die Tagebucheinträge seines Vaters Sepp Holzer für das Gelingen des Waldgartens waren und sind. Noch heute profitieren sie von diesem gesammelten Wissen, von den Erfahrungen, was gelang und was sich nicht bewährte.
In diesem Sinne möchte ich versuchen, „Tagebuch“ zu führen und Pflanzen und Tiere zu porträtieren, die sich auf der Finca Pozo El Pino etablieren. Aber auch alles rund um den Kaffee, die Menschen und die Region wird nicht zu kurz kommen. Hängt doch alles irgendwie zusammen.
Ich freue mich, wenn ihr uns auf unserer Reise begleitet.
Eure Katha