Von Katha Cze Februar 4, 2026
5-6 Uhr: aufstehen. Da hier die Sonne schon früh über den Horizont und die Berge klettert ergeben sich diese Zeiten ganz wie von selbst. Mit etwas Glück hat jemand bereits Kaffee gekocht. Sonst muß man das selbst machen. Frühstück mit Müsli, selbst gebackenem Sauerteigbrot, Bananenhaferpancakes, Patacones oder Ähnlichem.
Am frühen Morgen treffen wir uns, um gemeinsam zu besprechen:
Was an diesem Tag ansteht
Auf der Plantage muß ausgelichtet werden, um die Kaffee-, Cacao-, Gemüse- oder Obstbäume zu fördern
Parzellen versorgen, in denen wir jeweils das Gras und Gestrüpp zwischen den Nutzbaumarten und ihren Begleitern schneiden,
- neue Parzellen bepflanzen
- die Bäume und Sträucher entasten
- Gras mähen
- die Baumparasiten entfernen
Das anfallende Material wird an Ort und Stelle klein geschnitten und als Biomassedünger unter die Pflanzen gelegt. Die Mikroorganismen sorgen für den Rest.
Ernten und Verarbeiten
- Kaffe
- Cacao
- Gemüse
- Kräuter
- Obst
Weitere Aufgaben Umfassen Verschiedene Vorbereitungen
- das Sammeln von Saatgut
- Pflanzlöcher graben
- Air-Pruning-Beete für die Pflanzenanzucht bauen
- Pflanzerde vorbereiten
- Kräutertrocknungsanlage bauen
- Air-Pruning-Beete bepflanzen und pflegen
- Terra Preta herstellen und ausbringen
Um unser eigenes Gemüse anzubauen müssen Beete vorbereitet und das Gemüse vorgezogen oder direkt vor Ort ausgesät werden.
Eine weitere Aufgabe ist das Sammeln von Mykorrhiza-Pilzen. Werden neue Pflanzen und Bäume gepflanzt, ist die Zugabe von Mykorrhiza-Pilzen zur Erde ein wesentlicher Bestandteil. Diese Pilze findet man in der Nähe von den Wurzeln einer Pflanze die eine Symbiose mit den sogenannten „Mykorrhizen“ eingeht.
Auf dem Zeltplatz fallen auch immer wieder Arbeiten an.
Die Biogasanlage und der Kompost
- möchten gehegt und gepflegt werden
- Füttern der Anlage
- Gas “ernten”
- Gärreste ausbringen
- Anlage instand halten
12 Uhr: Mittagessen. Das kann am Tag vorher bei Doña Mariella bestellt werden, besteht aus Suppe, Hauptgericht und Getränk, oder es wird selber gekocht.

14 Uhr: Fortsetzung der Arbeit. Eigentlich sollte es nur eine Stunde Mittagspause sein, aber das klappt nie.
Zwischendurch kommt immer mal ein Schauer, der uns eine Zwangspause schenkt.
16 Uhr: Arbeitsende. Duschen oder ein Sprung in den Pozo tut gut, weil sich doch einiges an Schweiß und “Dreck” abgelagert hat.
Natürlich ist nebenbei immer noch Zeit zum Lachen, Scherzen und Beobachten. Irgendwann am späteren Abend stellen wir fest, daß es gerade einmal kurz nach acht ist und wir totmüde in`s Bett fallen oder von der Hängematte aus den Grillen lauschen und den Glühwürmchen zuschauen.
Es ist ein wunderbares Gefühl, zum einen eine sinnvolle Arbeit zu machen, zum anderen den Tag mit netten, witzigen und unkomplizierten Menschen zu verbringen und zu geniessen.
Ausflüge dürfen auch nicht zu kurz kommen.
Es gibt auch die Möglichkeit sich ein eigenes Projekt auszudenken, um so die individuellen Interessensgebiete zu fördern.
Eure Katha